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Wie sieht eine gute Budgetplanung für Meta Ads aus?

  • Autorenbild: Frederic Wolny
    Frederic Wolny
  • 23. Jan.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Juli

Titelbild mit der Überschrift: Wie sieht eine gute Budgetplanung für Meta Ads aus? Und wie kann man sie dynamisch anpassen?

Inhaltsverzeichnis




Welche Arten der Budgeteinteilung gibt es bei Meta Ads?


Du gibst Meta immer vor, wie viel Geld du ausgeben möchtest. Das ist dein Media-Budget, oder auch Ad Spend genannt. Du behältst jederzeit die volle Kontrolle über deine Werbeausgaben.


Grundsätzlich stehen dir zwei Budgetarten zur Verfügung: das Tagesbudget und das Laufzeitbudget.

Beim Tagesbudget legst du fest, wie viel im Durchschnitt pro Tag ausgegeben werden soll. Meta kann an einzelnen Tagen bis zu 25 % mehr oder weniger ausgeben, gleicht das aber über die Woche wieder aus. Diese Budgetform eignet sich besonders für dauerhaft laufende Kampagnen und bietet hohe Flexibilität bei Anpassungen.

Beim Laufzeitbudget definierst du einen festen Gesamtbetrag für einen bestimmten Zeitraum. Meta verteilt dieses Budget automatisch auf die leistungsstärksten Tage innerhalb der Laufzeit. Diese Option ist ideal für zeitlich begrenzte Aktionen wie Rabatte, Launches oder Events.


Kleine Ergänzung: Mittlerweile stimmt es eigentlich nicht mehr, von voller Kontrolle zu sprechen. Über die Laufzeit deiner Kampagne zwar schon, aber Meta hat sein Budget-Pacing immer flexibler gestaltet, sodass es jetzt sein kann, dass du an manchen Tagen innerhalb deiner Kampagne deutlich mehr Budget ausgibst als an anderen Tagen. Am Ende landest du wie gesagt immer auch dem Budget, aber solltest du die Kampagne vorzeitig abbrechen, könnte es sein, dass du mehr ausgegeben hast, als du wolltest.



Wie viel Werbebudget sollte man monatlich für Meta Ads einplanen?


Theoretisch könnte man schon für 1 € pro Tag Meta Ads schalten. Aber das würde wenig Sinn ergeben. Für die Frage des Werbebudgets gibt es mehrere Herangehensweisen.



  1. Die offizielle Herangehensweise


Meta Kampagnen brauchen offiziell 50 Conversions pro Woche, um aus der Lernphase herauszukommen. Dadurch bekommt man die besten Kampagnenergebnisse. Hier kommen die Kosten pro Verkauf ins Spiel. Theoretisch braucht man also:


Kosten pro Verkauf x 50 = wöchentliches Budget


Das heißt konkret, dass man bei Kosten von 10 € pro Verkauf mindestens 500 € einplanen sollte, was monatlich mindestens 2.000 € Werbebudget entspricht.


Für kleinere Werbetreibende ist das aber meist schon über dem möglichen Budget.


Zudem heißt es im Umkehrschluss auch nicht, dass man mit Meta Kampagnen mit weniger als 50 Conversions keinen Erfolg haben kann. Jede Conversion dient der Kampagne als Signal zur Verbesserung der Kampagnenperformance. 7 Conversions in einer Woche sind also schon mal besser als keine Conversions.


Wenn man also eine Meta-Kampagne startet, beginnt sie immer erstmal in der Lernphase. Das heißt konkret, das der Algorithmus von Meta sich noch optimieren muss und die Kampagne keine optimalen Ergebnisse liefert. Je mehr Signale (Conversions) die Kampagne sammelt, desto besser funktioniert sie.



  1. Die praktische Herangehensweise


Empfehlenswert ist es bei kleineren Budgets, täglich mindestens soviel Budget auszugeben, wie man für einen Verkauf braucht. Dadurch erreicht man zwar wahrscheinlich keinen Austritt aus der Lernphase, aber man stellt sicher, das die Kampagne täglich mindestens eine Conversion erzielen kann.


Dadurch kann man das Tagesbudget, wenn man unserem Beispiel folgt, auf 10 € setzen, und hat somit 300€ Werbekosten monatlich.



  1. Verteilung bei großen Budgets


Wenn man aber mehr Geld als nur das minimale Budget zur Verfügung hat, muss man sich Gedanken darüber machen, wie man sein Budget richtig verteilt. Meistens ergibt sich daraus die Notwendigkeit, das Budget auf mehrere Kampagnen aufzuteilen, um komplexere oder mehrere Ziele zu erreichen.


Da beginnt das richtige Spiel mit der Budgetverteilung.


Das Budget wird entweder auf Kampagnenebene (Campaign Budget Optimization, kurz CBO) oder auf Anzeigengruppenebene (Adset Budget Optimization, kurz ABO) verteilt.


Grundsätzlich sollte man immer darauf achten, das die einzelnen Kampagnen oder Anzeigengruppen mindestens 10€ täglich zur Verfügung haben.



Wie starte ich mit der Budgetplanung für Meta Ads?


Ich arbeite bei der Planung der Kampagnenbudgets immer in 3 Schritten:


Am besten startet man in der Budgetplanung mit der Jahresübersicht.


  1. Ihr habt das Jahresbudget X.


  1. Ihr verteilt also das Jahresbudget X auf die 12 Monate.


Dabei sollte man vor allem die saisonalen Faktoren des Unternehmens berücksichtigen, wie etwa Stoßzeiten zum Black Friday, Weihnachten, oder sonstige relevante Phasen.


Man kann sich hierzu auch gut an den Vorjahresbudgets orientieren.


In meinem Beispiel siehst du die Monatsbudgets aus dem Vorjahr in Zeile 6 (blau markiert). Darunter siehst du den Anteil des Monatsbudget am Jahresbudget letztes Jahr in %.



Damit erhält man eine Übersicht über die einzelnen Monatsbudgets (Als Beispiel: Jahresübersicht inklusive Kanalsplit):


Beispiel für eine Jahresübersicht. Screenshot einer Exceltabelle mit der Aufspaltung des Jahresbudgets auf die einzelnen Monate. Inklusive Kanalsplit.
Beispiel für eine Jahresübersicht, inklusive Kanalsplit.

Aufbauend auf den Monatsbudgets teilt man das Budget auf die jeweiligen Social-Media-Kanäle auf (Kanalsplit).


Damit kann man die Gewichtung der einzelnen Kanäle festlegen.


Empfehlung: Hier sollte man sich an den CPLs (Kosten pro Lead), oder der Lead to Sale Ratio (Verkäufe durch Leads) orientieren. Man sollte natürlich in die Kanäle investieren, die die besten (oder meisten) Leads bringen.


Sollte man keine Datengrundlage haben, empfehle ich einen ausgeglichenen Split, den man dann im Verlauf an die Kanalperformance anpasst.


Damit erhält man die Übersicht darüber, wie viel Budget jeder Kanal in einem bestimmten Monat zur Verfügung hat.


Das Beispiel findest du in der Jahresübersicht.

Nun weißt du, wie viel Budget jeder Kanal in einem Monat zur Verfügung hat. Dieses Budget kannst du jetzt auf die einzelnen Kampagnen verteilen, die für den jeweiligen Monat geplant sind.


Das jeweilige Kampagnenbudget teilt ihr durch die Anzahl der Tage im Monat. Oder der Einfachheit halber immer durch 30.


Mit diesem Schema kann man sich das Tagesbudget jeder einzelnen Kampagne in jedem Monat des Jahres errechnen.


So weit, so gut.


Das Zauberwort heißt jetzt aber dynamisch.



Wie passe ich meine Budgetplanung für Meta Ads dynamisch an?


Das Problem:


In der digitalen Welt bleibt nichts lange so, wie wir es geplant haben.


Meistens gibt es eine anfängliche Budgetplanung – diese wird jedoch meistens noch 3 Mal überarbeitet. Dazu kommt, dass sich eure Budgets oftmals während des Monats ändern und somit auch die Tagesbudgets neu errechnet werden müssen.


Jedes Mal alle Budgets neu auszurechnen, raubt euch nur eure wertvolle Zeit.


Die Lösung:


Ganz einfach: Eine Tabelle mit hinterlegten Formeln, die eure Budgets bei Änderungen automatisch anpasst.


Entweder eine Excel-Tabelle, oder ein Google-Sheet. Je nachdem, was euch besser gefällt.


Möglichst übersichtlich, leicht zu bedienen und vor allem: dynamisch.


Hier aus dem Beispiel von oben:


Das gesamte Jahresbudget ist in diesem Fall in der Zelle 4O (grün markiert, 115.394 €).


Die Monatsbudgets für das aktuelle Jahr kannst du nun automatisch berechnen lassen, indem du in den jeweiligen Zellen die Formel:


Jahresbudget x Prozentanteil aus Zeile 7


hinterlegst.


Wenn du nun das Monatsbudget für einen bestimmten Monat erhöhen oder verringern willst, kannst du das anhand des Prozentanteils machen.

Achte nur darauf, dass deine prozentuale Verteilung nicht über 100% liegt (Kontrolle in Zelle O6).


Beispiel für eine Jahresübersicht. Screenshot einer Exceltabelle mit der Aufspaltung des Jahresbudgets auf die einzelnen Monate. Inklusive Kanalsplit.
In Zelle C3 ist die Formel hinterlegt.

Sobald sich das gesamte Jahresbudget ändert, ändern sich auch automatisch alle Monatsbudgets.

Aufbauend auf den Monatsbudgets teilt man das Budget auf die jeweiligen Kanäle auf (Kanalsplit).


Damit kann man die Gewichtung der einzelnen Kanäle festlegen.


Empfehlung: Hier sollte man sich an den CPLs (Kosten pro Lead), oder der Lead to Sale Ratio (Verkäufe durch Leads) orientieren. Man sollte natürlich in die Kanäle investieren, die die besten (oder meisten) Leads bringen.


Sollte man keine Datengrundlage haben, empfehle ich einen ausgeglichenen Split, den man dann im Verlauf an die Kanalperformance anpasst.


Damit erhält man die Übersicht darüber, wie viel Budget jeder Kanal in einem bestimmten Monat zur Verfügung hat.


Das Beispiel findest du in der Jahresübersicht.



Das Werbebudget ist jedoch nur ein Teil der Gesamtkosten. Hinzu kommen je nach Projekt Kosten für Betreuung, Creatives, oder Landingpages. Einen Überblick über alle Kosten findest du in meinem Artikel "Meta Ads Kosten".



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