top of page

Meta Pixel mit UserCentrics verknüpfen: Consent Management über den Google Tag Manager

Autorenbild: Frederic Wolny
Frederic Wolny
vor 7 Tagen
7 Min. Lesezeit

Wer den Meta Pixel über den Google Tag Manager eingebunden hat und gleichzeitig Usercentrics CMP v3 als Consent Management Platform verwendet, sollte sicherstellen, dass der Pixel den Consent-Status der Nutzer berücksichtigt.


Denn nur weil ein Cookie-Banner auf der Website angezeigt wird, bedeutet das noch nicht automatisch, dass der Meta Pixel vor der Einwilligung tatsächlich blockiert wird.

Besonders wichtig ist dabei eine Eigenheit der Usercentrics-Integration über den Google Tag Manager: Auto-Blocking steht bei dieser Implementierungsart nicht zur Verfügung. Aufgrund des asynchronen Ladeverhaltens der GTM-Tags kann Usercentrics eine zuverlässige automatische Blockierung hier nicht gewährleisten.


Das bedeutet: Du musst Deine Tags im Google Tag Manager selbst Consent-Aware konfigurieren.


In dieser Anleitung zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du Usercentrics CMP v3 über den Google Tag Manager implementierst und anschließend Deinen Meta Pixel mit dem Consent Management verknüpfst.

Hinweis: Diese Anleitung beschreibt die technische Konfiguration. Welche Einwilligungen für Deine Website und Deine konkrete Nutzung des Meta Pixels erforderlich sind, solltest Du im Zweifel rechtlich prüfen lassen.

Warum muss der Meta Pixel mit Usercentrics verknüpft werden?


Der Meta Pixel erfasst Ereignisse auf Deiner Website und übermittelt diese an Meta. Typische Events sind beispielsweise:

  • PageView

  • ViewContent

  • Lead

  • AddToCart

  • Purchase


Für Dein Meta Ads Tracking sind diese Daten enorm wertvoll. Sie ermöglichen unter anderem die Messung von Conversions und liefern Meta Signale für die Kampagnenoptimierung.

Gleichzeitig muss Dein Tracking aber die vom Nutzer im Consent-Banner getroffene Entscheidung berücksichtigen.

Ein häufiger Fehler sieht so aus:


Usercentrics ist korrekt eingebunden und der Consent-Banner erscheint – der Meta Pixel wird über den GTM aber trotzdem bereits beim Seitenaufruf ausgelöst.


Der Banner allein blockiert einen falsch konfigurierten GTM-Tag nicht automatisch.

Genau deshalb müssen wir zunächst Usercentrics korrekt in den Google Tag Manager integrieren und anschließend festlegen, unter welchen Consent-Bedingungen der Meta Pixel ausgelöst werden darf.


Schritt 1: Usercentrics CMP Template im GTM installieren


Usercentrics stellt eine eigene Vorlage für den Google Tag Manager bereit.

Öffne zunächst Deinen Google Tag Manager und wähle den entsprechenden Container aus.

Navigiere anschließend zu:

Vorlagen → Tag-Vorlagen → Galerie durchsuchen

Suche dort nach:

Usercentrics

Wähle anschließend die Vorlage „Usercentrics CMP“ aus und klicke auf „Zum Arbeitsbereich hinzufügen“.

Bestätige den anschließend erscheinenden Dialog.

Damit steht Dir Usercentrics als eigener Tag-Typ innerhalb Deines GTM-Containers zur Verfügung.


Schritt 2: Usercentrics CMP v3 Tag erstellen


Wechsle anschließend zu:

Tags → Neu → Tag-Konfiguration

Unter den benutzerdefinierten Tag-Typen solltest Du jetzt die zuvor installierte Vorlage Usercentrics CMP finden.

Wähle diese aus.

Jetzt kannst Du die Verbindung zwischen Deinem GTM-Container und Deiner Usercentrics-Konfiguration herstellen.


Schritt 3: Usercentrics CMP v3 konfigurieren


Innerhalb des Tags stehen Dir verschiedene Einstellungen zur Verfügung.

Besonders wichtig ist zunächst Deine Settings-ID beziehungsweise Ruleset-ID.

Wähle den entsprechenden ID-Typ und hinterlege die eindeutige ID aus Deinem Usercentrics Admin-Portal.

Anschließend kannst Du weitere Einstellungen vornehmen.

Banner-Version

Verwende:

Version 3

Damit nutzt Du die aktuelle Usercentrics CMP v3.

Sprache

Du kannst entweder eine feste Sprache hinterlegen, beispielsweise:

de

Alternativ kannst Du:

auto

verwenden. Usercentrics orientiert sich dann automatisch an der Browsersprache des Nutzers.

Regionen

Falls Du unterschiedliche Consent-Konfigurationen für verschiedene Regionen benötigst, kannst Du diese über ISO-3166-2-Codes definieren.

Ein Beispiel wäre:

US-CA

für Kalifornien.

TCF und AMP

Bei Bedarf kannst Du außerdem Unterstützung für das Transparency and Consent Framework (TCF) oder Accelerated Mobile Pages (AMP) aktivieren.

Für viele klassische Unternehmenswebsites sind diese Einstellungen allerdings nicht zwingend erforderlich.


Schritt 4: Google Consent Mode konfigurieren


Innerhalb des Usercentrics-Tags findest Du außerdem die Einstellungen für den Google Consent Mode.


Google Consent Mode in UserCentrics

Dieser ist standardmäßig aktiviert.

Der Consent Mode ermöglicht es, verschiedene Consent-Signale an Google-Tags zu übergeben.

Dazu gehören insbesondere:

  • analytics_storage

  • ad_storage

Je nach Konfiguration können weitere Consent-Signale hinzukommen.


Wait for Update


Über „Wait for update“ legst Du fest, wie lange Tags auf eine Aktualisierung des Consent-Status warten sollen.

Als Standardwert kannst Du beispielsweise:

2.000 Millisekunden

verwenden.


Redact Ads Data


Mit Redact Ads Data steuerst Du die Nutzung von Werbedaten.

Zur Verfügung stehen:

  • True

  • False

  • Dynamic (match ad_storage)

Empfohlen ist in der beschriebenen Konfiguration die dynamische Variante:

Dynamic (match ad_storage)


URL Passthrough


Zusätzlich kannst Du URL Passthrough aktivieren.

Dabei können bestimmte Informationen über URL-Parameter zwischen Seiten weitergegeben werden, wenn keine Speicherung über Cookies möglich ist.


Default Consent State


Besonders wichtig ist der Default Consent State.

Bevor der Nutzer seine Entscheidung getroffen hat, sollten die entsprechenden Consent-Signale zunächst auf:

denied

stehen.

Erst wenn der Nutzer seine Einwilligung erteilt, wird der entsprechende Status aktualisiert.

Das Prinzip lautet also:

Seitenaufruf → Consent denied → Nutzer trifft Entscheidung → Consent wird aktualisiert


Schritt 5: Consent Initialization als Trigger verwenden


Jetzt müssen wir sicherstellen, dass Usercentrics möglichst früh geladen wird.

Klicke dafür innerhalb des Tags auf Auslöser und wähle:

Consent Initialization – All Pages

Das ist wichtig, weil die Consent-Konfiguration vor den normalen Marketing- und Analytics-Tags initialisiert werden soll.

Anschließend kannst Du dem Tag beispielsweise den Namen:

Usercentrics CMP v3

geben und ihn speichern.

Damit ist die grundlegende Usercentrics-Implementierung über den Google Tag Manager abgeschlossen.

Aber noch nicht die Konfiguration des Meta Pixels.


Schritt 6: Warum Usercentrics den Meta Pixel nicht automatisch blockiert


Dieser Punkt ist besonders wichtig.

Wenn Du die Usercentrics Web CMP über den Google Tag Manager implementierst, steht die automatische Blockierungsfunktion nicht zur Verfügung.

Der Grund dafür ist das asynchrone Ladeverhalten der Tags innerhalb des Google Tag Managers.


Du solltest Dich deshalb nicht darauf verlassen, dass Usercentrics Deinen Meta Pixel automatisch daran hindert, vor der Einwilligung ausgelöst zu werden.

Stattdessen musst Du den Meta Pixel selbst Consent-Aware konfigurieren.

Das gilt übrigens nicht nur für Meta.


Auch andere über den GTM implementierte Marketing- und Analytics-Tags solltest Du entsprechend überprüfen.


Schritt 7: Meta Pixel Consent-Aware konfigurieren


Öffne jetzt Deinen Meta Pixel Tag im Google Tag Manager.

Navigiere innerhalb des Tags zu:

Erweiterte Einstellungen → Einwilligungseinstellungen

Hier kannst Du festlegen, dass für die Auslösung des Tags eine zusätzliche Einwilligung erforderlich ist.

Wähle:

„Zusätzliche Einwilligung für das Auslösen des Tags erforderlich“

und hinterlege den Consent-Typ, den Du für Deinen Meta Pixel verwenden möchtest.

Bei einem Marketing-Tag wie dem Meta Pixel ist insbesondere:

ad_storage

relevant.

Damit verknüpfst Du die Auslösung des Meta-Pixel-Tags mit dem entsprechenden Consent-Status.

Vereinfacht bedeutet das:

Kein Marketing-Consent → Meta Pixel wird nicht ausgelöst.

Marketing-Consent → Meta Pixel darf ausgelöst werden.


Alternative: Meta Pixel über ein Usercentrics Event auslösen


Alternativ kannst Du auch die Trigger-Logik des Meta Pixels anpassen.

Statt den Pixel direkt bei All Pages auszulösen, kann ein benutzerdefiniertes Event verwendet werden, das auf eine Aktualisierung des Usercentrics-Consent-Status reagiert.

Ein entsprechendes Event kann beispielsweise:

usercentrics_consent_update

sein.

Anschließend muss innerhalb Deiner Trigger-Logik geprüft werden, ob der für Meta erforderliche Consent tatsächlich erteilt wurde.

Diese Variante ermöglicht eine granularere Steuerung, ist allerdings auch komplexer als die Verwendung der Consent-Einstellungen innerhalb des Google Tag Managers.

Wichtig ist in beiden Fällen das gleiche Ergebnis:

Der Meta Pixel darf nicht einfach unabhängig von der in Usercentrics getroffenen Entscheidung ausgelöst werden.

Schritt 8: Auch Meta Events berücksichtigen


Achte darauf, nicht nur den Meta Base Pixel zu überprüfen.

Wenn Du weitere Tags für einzelne Events angelegt hast, beispielsweise:

Meta – PageViewMeta – ViewContentMeta – LeadMeta – Purchase

müssen auch diese Tags Deine Consent-Konfiguration berücksichtigen.

Sonst kann beispielsweise der Base Pixel korrekt blockiert sein, während ein separat implementiertes Conversion Event trotzdem ausgelöst wird.

Das Gleiche gilt für Custom HTML Tags oder andere Meta-Tracking-Skripte, die zusätzlich auf Deiner Website vorhanden sind.


Schritt 9: Meta Pixel und Usercentrics testen


Bevor Du Deinen neuen GTM-Container veröffentlichst, solltest Du die Konfiguration unbedingt testen.

Nutze dafür den Vorschau-Modus des Google Tag Managers.

Führe mindestens drei Tests durch:


Test 1: Noch keine Entscheidung getroffen

Öffne Deine Website in einem neuen privaten Browserfenster.

Der Usercentrics-Banner sollte erscheinen.

Überprüfe anschließend im Tag Assistant, welche Tags bereits ausgelöst wurden.

Der Meta Pixel sollte ohne die erforderliche Einwilligung nicht feuern.


Test 2: Marketing ablehnen

Lehne Marketing-Cookies beziehungsweise den entsprechenden Data Processing Service in Usercentrics ab.

Prüfe anschließend erneut, ob der Meta Pixel ausgelöst wird.

Auch jetzt sollte der entsprechende Meta-Tag blockiert bleiben.


Test 3: Marketing akzeptieren

Erteile anschließend die entsprechende Einwilligung.

Jetzt sollte sich der Consent-Status ändern und der Meta Pixel entsprechend Deiner Konfiguration ausgelöst werden können.

Zusätzlich kannst Du beispielsweise den Meta Pixel Helper oder die Entwicklerwerkzeuge Deines Browsers verwenden, um zu kontrollieren, welche Meta Events tatsächlich übertragen werden.


Schritt 10: Vorsicht bei mehrfach eingebundenen Meta Pixeln


Wenn Dein Meta Pixel trotz korrekter GTM-Konfiguration bereits vor der Einwilligung geladen wird, solltest Du prüfen, ob Meta noch an einer anderen Stelle Deiner Website eingebunden ist.


Das kann beispielsweise der Fall sein durch:

  • eine direkte Integration im CMS,

  • eine App oder ein Plugin,

  • Custom Code,

  • einen zweiten GTM-Container,

  • eine alte Tracking-Integration.


Das ist ein wichtiger Punkt:

Usercentrics kann über den GTM nur die Tags steuern, die auch entsprechend in Deine Consent-Logik eingebunden wurden.

Wenn der Meta Pixel zusätzlich direkt über Deine Website geladen wird, hilft Dir die korrekte Konfiguration des GTM-Tags allein nicht weiter.


Häufige Fehler bei Meta Pixel und Usercentrics


Usercentrics ist installiert, aber der Meta Pixel feuert trotzdem

Das Vorhandensein eines Consent-Banners bedeutet nicht automatisch, dass alle Marketing-Tags blockiert werden.

Gerade bei einer Implementierung der Usercentrics CMP über den GTM musst Du die Folge-Tags Consent-Aware konfigurieren.


Usercentrics wird über „All Pages“ geladen

Für die CMP solltest Du den Trigger:

Consent Initialization – All Pages

verwenden.

Damit wird die Consent-Konfiguration vor den regulären Tags initialisiert.


Nur der Base Pixel wurde angepasst

Überprüfe sämtliche Meta Events und zusätzlichen Tracking-Tags.


Meta ist doppelt eingebunden

Ein besonders tückischer Fehler.

Im GTM sieht alles korrekt aus – trotzdem meldet der Meta Pixel Helper bereits vor dem Consent einen PageView.

Dann solltest Du überprüfen, ob der Pixel zusätzlich über Dein CMS oder ein Plugin eingebunden wurde.


Fazit: Usercentrics und Meta Pixel sauber miteinander verbinden


Die Integration von Usercentrics CMP v3 und Meta Pixel über den Google Tag Manager besteht aus zwei Teilen.

Zunächst muss Usercentrics möglichst früh über Consent Initialization – All Pages geladen und der gewünschte Consent-Status definiert werden.

Anschließend müssen die im GTM hinterlegten Marketing-Tags diesen Status aber auch berücksichtigen.

Denn gerade bei der GTM-Implementierung solltest Du Dich nicht auf Auto-Blocking verlassen.

Für Deinen Meta Pixel bedeutet das:

Usercentrics implementieren → Consent initialisieren → Meta Pixel Consent-Aware konfigurieren → Events überprüfen → im GTM Preview testen.

Erst wenn der Meta Pixel bei fehlender beziehungsweise abgelehnter Einwilligung blockiert bleibt und nach entsprechender Zustimmung wie vorgesehen funktioniert, ist die technische Verknüpfung vollständig eingerichtet.

 
 
 

Kommentare


bottom of page